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Aktuell

Schwerpunkt-Thema des aktuellen Mitteilungsblattes 3/2017

Für eine FZ mit Zukunft – für eine Zukunft der FZ

Die Frauenzentrale gründet ein Innovationsteam

Ansteigender Beratungsbedarf, zunehmende Professionalisierung und die Notwendigkeit, auch unsere Non-Profit-Organisation in Zeiten stagnierender Finanzmittel den wirtschaftlichen Realitäten Rechnung zu tragen – so lässt sich die derzeitige Situation der Frauenzentrale und ihrer Beratungsstellen charakterisieren. Wenn es in Zukunft zudem auch noch zu Kürzungen der finanziellen Mittel käme, wäre die Existenz der Frauenzentrale und die ihrer Beratungsstellen ernsthaft gefährdet.

Kosten senken hilft nur kurzfristig

Klassischerweise wird auf die oben beschriebenen Entwicklungen zunächst mit Kostensenkungen reagiert. Es wird bei den Personalkosten eingespart und danach gesucht, wie Synergien geschaffen und Prozesse effizienter gestaltet werden können. Im Ergebnis ist das meist immer mit Umstrukturierungen, Reorganisationen und anderen organisatorischen bzw. strukturellen Veränderungen verbunden. Auch die Frauenzentrale hat solche Kostensenkungs- und Umstrukturierungsmassnahmen in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt und damit viele Verbesserungen bewirkt und darüber auch mehrfach berichtet (siehe auch im Jahresbericht 2016). Nur: Langfristig und zur Sicherung der nachhaltigen Überlebensfähigkeit greifen solche Massnahmen zu kurz, und wir kommen damit nicht nachhaltig weiter.

Kostensenkungsmassnahmen beziehen sich immer auf die jeweilige Ist-Situation und damit auf einen bestimmten Zeitpunkt. Dabei verändert sich unterdessen die Welt ständig weiter, noch dazu in einem rasanten Tempo: Megatrends, veränderte Bedürfnisse, Individualisierung, Digitalisierung und andere technische Fortschritte, um nur einige Stichworte zu nennen, bleiben dabei unberücksichtigt und bieten doch gleichzeitig Möglichkeiten, die weit über Kosteneinsparungen hinausgehen. Alles in allem sind dies beste Voraussetzungen, um innovativ und kreativ an die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt und damit an die Zukunftssicherung der Frauenzentrale heranzugehen.

Eine Erfindung ist per se keine Innovation

Eine Idee, die zum Beispiel in Form eines Produktes in die Welt kommt bzw. auf dem Markt lanciert wird, ist limitiert und noch lange keine Innovation. Innovationen sind Kombinationen oder Kompositionen von bisherigen Produkten, Dienstleistungen und Prozessen und vor allem: Sie generieren Mehrwert für eine Organisation. Doch wie komponiert man etwas Neues? Inmitten des Alltagsgeschäfts ist es wohl eher schwierig, auf neue Ideen zu kommen. Völlig losgelöst davon und zusammen mit Anderen, die verschiedene Blickwinkel mitbringen und Spass daran haben, spielerisch und unkonventionell bis nahezu planlos miteinander Neuartiges in die Welt zu bringen, sind dagegen optimale Bedingungen. Je weniger Expertentum im zu verändernden Feld, desto freier und losgelöst von alten Entwicklungen und Mustern kann anders, quer und innovativ gedacht werden. Dabei gibt es kein richtig oder falsch. Alles ist erlaubt.

Die Frauenzentrale wird auch auf diese Weise in die Zukunft denken und dafür ein Innovationsteam einrichten. Klar ist von vielleicht zehn Ideen nur ein kleiner Teil dabei, der schliesslich machbar ist. Und Machbarkeit alleine macht noch keine Innovation aus. Nur das, was zudem einen wesentlichen Mehrwert bringt und damit geeignet ist, der Frauenzentrale langfristig die Zukunft zu sichern, wird daher – in diesem Fall von fachlichen Expertinnen und Experten – weiter ausgearbeitet und endet hoffentlich in einer Massnahme, die erfolgreich realisiert werden kann.

Was heisst das für das Innovationsteam der Frauenzentrale?

Es ist mittlerweile erwiesen, dass Teams leistungsfähiger sind, wenn sie möglichst heterogen bzw. unterschiedlich zusammengesetzt sind. Dabei gibt es verschiedene Ebenen von Heterogenität in einer Teamkonstellation. Dazu gehören beispielsweise Aspekte wie Alter, Geschlecht, kultureller Hintergrund, vielfältige andere Persönlichkeitsmerkmale, Fachkompetenzen und noch vieles mehr. Je diversifizierter das Team und je unterschiedlicher die Brillen, welche die Teammitglieder aufgesetzt haben bzw. aufsetzen können, desto mehr Spielraum wird geschaffen für die Generierung von neuen, kreativen Ideen und Verbesserungen.

Es ist auch der Frauenzentrale ein Anliegen, ihr Innovationsteam möglichst heterogen zusammen zu setzen. Dabei sollen Vertreter und Vertreterinnen der verschiedenen Umweltsphären (aus Politik, Kultur, Wirtschaft, aus ökologischen, rechtlichen und anderen Bereichen) aufeinandertreffen und unkonventionell über das Bestehende hinaus, oder neudeutsch «outside the box» denken. Übrigens eine Gelegenheit, die sich im Alltagsleben und insbesondere im Beruf nicht Vielen und nicht oft bietet.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, Lust und Zeit haben, zusammen in der Gruppe zweimal im Jahr kreativ zu denken, melden Sie sich bitte bei uns. Willkommen sind Frauen und Männer, die aus unterschiedlichen Perspektiven einen Beitrag leisten können und wollen. Wir freuen uns auf eine spannende Arbeit mit dem Innovationsteam.

Annette Nimzik und Romana Giarrizzo
Vorstandsmitglieder

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Neues entsteht, wenn Leute mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf eine Sache schauen.

Zusammensetzung des Innovationsteams
Frauen und Männer
unterschiedliche Generationen
verschiedene Kulturen

10 bis 12 Mitglieder, so heterogen wie möglich
• aus unterschiedlichen Bereichen im Umfeld der FZ und der Gesellschaft
• Mitarbeiterinnen, Kunden, Auftraggeber
• Politik, Wirtschaft, Kunst, Bildungsbereich, Medizin...

Das Innovationsteam trifft sich
2 x im Jahr
erstes Treffen voraussichtlich im Januar/Februar 2018
Samstagmorgen, 9 – 12 Uhr / 13 Uhr

Die Treffen werden von Annette Nimzik und Romana Giarrizzo moderiert

Interessiert?
... dann melden Sie sich doch bitte unter Mail